Alle legen zu – nur FDP verliert

 

BERN – Würde heute in der Schweiz gewählt, würden alle Parteien ausser der FDP leicht zulegen. Bei den Parteipräsidenten ist Doris Leuthard, CVP, Spitze

Die SVP kommt in der Umfrage auf einen Wähleranteil von 27 Prozent (2003: 26,6 Prozent) und bleibt damit stärkste Partei. Dahinter folgen die SP mit 24 Prozent(23,3), die FDP mit 16 Prozent (17,3), die CVP mit 15 Prozent (14,4) und die Grünen mit 8 Prozent (7,4).

So lautet das Hauptergebnis des «Wahlbarometer 05» der SRG SSR idée suisse zur Mitte der Amtszeit des Parlaments.

Gegenüber 2003 ist zudem eine deutlich höhere Wahlbereitschaft festzustellen: 54 Prozent (45,6) gaben an, sie würden heute wählen gehen. Bei diesen ist eine Präferenz für Mittelinks feststellbar, während der Anteil an Rechts-Wählenden sinkt. Dies ist einer der Gründe für den leichten Trend zugunsten von SP und Grünen.

·  Themen:
Im Jahr 2003 war die Erhöhung des Rentenalters das dominierende Thema. Heute sind Arbeitslosigkeit und Wirtschaftsentwicklung die Top-Themen, vor der Asyl- und Flüchtlingsfrage, der sozialen Sicherheit, dem Gesundheitswesen sowie Steuern und Finanzen.

·  Kompetenz der Parteien:
Bei der Frage nach der Kompetenz der Parteien hat vor allem die SVP zugelegt. Sie äussert sich am deutlichsten den fünf wichtigsten Problembereichen. Dann folgt die SP, die vor allem als Gegenspielerin der SVP im Bereich von Steuern und Finanzen punktet.

Massiv ist der Imageverlust der FDP: Sie musste die Führung im Bereich Steuern und Finanzen an die SVP und SP abgeben. Auch beim Thema Wirtschaft wurde die FDP links und rechts überholt.

 
Verschaffte der CVP rasant mehr Profil:

Präsidentin Doris Leuthard.

Die CVP hat ihr Image massiv verbessert. Dies ist vor allem auf ihre Präsidentin Doris Leuthard zurückzuführen. Auf der Glaubwürdigkeits-Skala ist sie mit 48 Prozent auf Platz 1 zu finden, vor SVP-Präsident Ueli Maurer mit 41 Prozent.

An dritter Stelle steht SP-Präsident Hans-Jürg Fehr mit 37 Prozent, knapp vor FDP-Präsident Fulvio Pelli, der erst kürzlich ins Präsidentenamt gewählt wurde. Die Präsidentin der Grünen, Ruth Genner, kam auf 24 Prozent.
 

Letzet Bearbeitung: Donnerstag, 26 März 2009 21:21