Reaktordeponie in Tuggen, aber bitte ohne die CVP

 

Die CVP Tuggen steht dem Projekt „Reaktordeponie Tuggen“ sehr skeptisch bis ablehnend gegenüber. Die Kritikpunkte sind einerseits die zu erwartenden jahrelangen Immissionen und andererseits die kaum kalkulierbaren Langzeitrisiken, die sie der Bevölkerung von Tuggen und der Umgebung einfach nicht zumuten wollen.

 

Gemäss Richtplangeschäft „Rm19 ist das ehemalige Lehmabbaugebiet Betti, in der Gemeinde Tuggen, als Schlacken- / Reaktordeponie Standort vorgesehen. In der Deponie soll dereinst „nicht reagierende“ KVA Verbrennungsschlacke und „leicht reagierende“ Filterasche eingelagert werden. Das geplante Einlagerungsvolumen beträgt etwa 500’000m3 und wird den Deponiebedarf des KVA Niederurnen etwa auf 20-30 Jahre absichern.

 

Im Zuge der laufenden Rekultivierung der ehemaligen Lehmgrube sind in weiten Gebieten massive Rutschungen und Setzungen aufgetreten. Dies führte bereits zu grossen Schäden an umliegenden Gebäuden. Es muss also davon ausgegangen werden, dass es sich hier um ein geologisch instabiles Gelände handelt. In einem geologisch instabilen Gelände darf gemäss Technischer Verordnung über Abfälle, Anhang 2, Kap.1, Abs. 3 (TVA) keine Reaktordeponie erstellt werden.

 

In der Richtplan-Vernehmlassungsantwort vom 19.04.2007 heisst es unter anderem „Der Eintrag im Richtplan hält lediglich fest, dass eine Deponie an dieser Stelle für machbar gehalten wird und eine weiterführende Planung vorgesehen ist“. Genau hier liegt einer der Schwachpunkte.

Wie kann ein Deponiestandort als machbar bezeichnet werden, wenn das Gelände als geologisch instabil taxiert werden muss.

 

Solange die eingelagerte, Schlacke nicht durch saures Wasser unter einen pH Wert von 7.5 fällt oder die Filterrückstände nicht mit Oel in Berührung kommen, besteht kaum ein nennenswertes Risiko für die Umwelt.

 

Auf Grund der aktuellen Rutschungen und Setzungen im ehemaligen Grubengebiet, fordert die CVP Ortspartei den Gemeinderat Tuggen auf, abzuklären, inwieweit der geplante Deponiestandort noch mit den Bestimmungen der TVA im Einklang steht. Er soll damit auch sicherstellen, dass den Grundeigentümern nicht noch weitere, allenfalls unnötige Kosten, für weitere Planungsarbeiten entstehen. Bei Bedarf sind die Expertisen der Betreiber resp. der Grundeigentümer durch eigene, unabhängige Prüfungsergebnisse zu untermauern.                              RUP

 

 

 

 
 

Letzet Bearbeitung: Freitag, 03 April 2009 18:21